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DICHTER


Die Stadt Zürich erlebt seit einigen Jahren eine intensive Bauphase. Ein grosser Teil davon betrifft den Wohnungsbau. Im Gegensatz zu früheren Entwicklungsschüben wächst die Stadt nicht am Rand, sondern in den bestehenden Quartieren. Das Baureglement der Stadt Zürich ermöglicht auf zusammenhängenden Parzellen eine starke Verdichtung. Je nach Standort kann die Nutzfläche der bestehenden Häuser um das Dreifache übertroffen werden. Für das innere Wachstum gibt es vereinfacht gesagt zwei Strategien: Entweder versucht man mit höheren und fetteren Häusern ans bestehende Muster anzuknüpfen, dieses also im Wortsinne zu verdichten, oder man entwickelt aus dem Problem typologisch neue Lösungen. Die erste Strategie führt zu Neubauten die, bezüglich dem Verhältnis von bebauter zu unbebauter Fläche, dem Bestand sehr ähnlich sind. Im Schwarzplan sind diese Quartiere meist nur schwer von der älteren Stadtstruktur zu unterscheiden. Der aussenräumliche Charakter dieser Siedlungen ändert sich im Vergleich zum Bestand oft dramatisch: Gut proportionierte Freiräume verwandeln sich in unattraktive Abstandsflächen. Erdgeschosswohnungen mit eigenem Gartenanteil verstärken diese Problematik zusätzlich.

 

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