Projekte

KOCHAREAL ZÜRICH ALTSTETTEN - TEILPERIMETER B


Zürich Altstetten / Allgemeine Baugenossenschaft Zürich
Neubau Wohnhaus mit Gewerbe
1. Preis selektiver Wettbewerb 2019
Architektur: Enzmann Fischer Partner AG

Auf dem Kochareal entsteht ein neues Quartierzentrum. Die Genossenschaft ABZ erstellt auf dem Teilperimeter B ein Wohnhochhaus mit Gewerbeflächen im Erdgeschoss. Während das Hochhaus und die Reihe aus Zitterpappeln als Adressbildung an der Flurstrasse stehen, richtet sich der Zeilenbau mit seiner begrünten Fassade zum zukünftigen Quartierpark. Auf dem ersten Obergeschoss spannt sich ein für die Bewohner vorgesehener Dachgarten auf. Auf der ehemaligen Grundmoräne der letzten Eiszeit gelegen, orientiert sich die Gestalt des Gartens an einem postglazialen Charakter, welcher von Sukzessionsvorgängen und von unterschiedlichen Vegetationsdichten geprägt ist. Der Freiraum in seiner Gestalt und seiner Nutzbarkeit besitzt eine eigenständige Identität im Freiraumkontext des Quartiers. Architektur: Enzmann Fischer Partner AG

 

 




 

SIEDLUNG BIRCHSTRASSE


Zürich Seebach / Baugenossenschaft Linth-Escher
1. Preis eingeladener Wettbewerb 2017
Architektur: Enzmann Fischer Partner AG

 


 

Vision Gartenstadt - Parkflächen statt Abstandsgrün


Die heutigen Siedlungen an Zürichs Rändern sind grosszügig durchgrünt. Das vorliegende Projekt befreit die Grünflächen von ihrer Erschliessungsfunktion. Die Zugänge der neuen Siedlung befinden sich an der Birchstrasse und bilden so eine klare Adresse aus. Die heute nahezu verkehrsfreie, ungenutzte und verlassen wirkendende Birchstrasse wird zum öffentlichen Lebensraum erweckt. In den Wohnquartieren am Rande Zürichs kehrt in Zukunft auch tagsüber städtisches Leben sein. Die Einbindung ins Quartier erfolgt über die Freiräume, nicht über die Gebäudetypologie. Übergeordnet betrachtet verbinden sich die einzelnen Siedlungsplätze zu einem zusammenhängenden öffentlichen Grünzug. Die öffentlichen Aussenräume der Siedlung können so frei von Zugangswegen das Bedürfnis nach unterschiedlichen Nutzungen befriedigen.

 

Visualisierung

 

Werkhof - Zusammenhängender Freiraum im Norden

Der "Werkhof" im Norden weist vom Buchholzrain bis zur Hausfassade einen Kiesbelag auf und ist mit Schatten spendenden Trompetenbäumen und Paulownien bepflanzt. Die kleinen Häuschen können auf unterschiedlichste Arten genutzt werden: als Velo-Werkstatt, Bastelraum, Spielhaus, etc. In der Mitte der Siedlung bilden die beiden Baukörper den "Siedlungsplatz". Dessen Oberfläche ist durchwegs robust und besteht aus Asphalt. Drei Zonen werden als Intarsien mit anderem Material belegt. In der Mitte ist dies eine Betonfläche, die durch wechselnde Aktivitäten wie Markt, Kinderzirkus oder dem Siedlungsfest bespielt werden kann. Im Vorbereich der KITA befindet sich auf einer Kiesrasenfläche die Kinderplaza. Auf der gegenüberliegenden Seite markiert ein Bereich mit Rundkies den Cafégarten. 

 

Visualisierung

 

Wäldli - Zusammenhängender Freiraum im Süden

Der Südliche Hof ist durch einen stimmungsvollen "Quartierhain" geprägt. Birken, Lärchen und Föhren bilden einen künstlichen Wald mit einer für diesen Ort überraschenden Dichte. Konzeptionell erinnert der Hain an die kleinen übrig gebliebenen Waldinseln des Limmattals (Schwandenholz, Aspholz, Fronwald). Für die Kleinsten der Siedlung stellt er hingegen einen äusserst realen Erlebnisraum dar, der in keiner Kindheitserinnerung fehlen soll.

 

 

Wache Nord


Zürich Oerlikon / Immobilien Stadt Zürich
1. Preis selektiver Wettbewerb 2017
Architektur: Enzmann Fischer Partner AG

 

 

 


 

 

Siedlung Waidmatt


Zürich Affoltern / Baugenossenschaft Waidmatt
1. Preis offener Wettbewerb 2016
Architektur: Enzmann Fischer Partner AG

 

 

 

Äussere Grünräume - Innere Wohngassen


Zwei in diesem städtebaulichen Kontext neuartige Typen von Aussenräumen prägen unseren Projektvorschlag massgebend: Belebte innere Wohngassen wechseln sich ab mit ruhigen äusseren Grünräumen.
Jeweils ein Paar länglicher Baukörper erstreckt sich von der Wehntalerstrasse zur Strasse In Böden resp. von dieser zur Riedhaldenstrasse. Der Raum zwischen diesen zwei Wohnbauten ist als belebter Siedlungsplatz konzipiert. Alle Wohnungen wenden diesem hofartigen Raum die aktive Seite mit Küche, Esszimmer & Loggia zu und beleben diesen. Im überhohen Erdgeschoss sind die Loggias gegenüber dem Aussenraum um 3 Trittstufen erhöht. Die architektonische Gestaltung des Gassenraumes mit unterschiedlichen Bodenbelägen, Pflanzen und Möbeln ermöglicht verschiedenste Aktivitäten: Kiesflächen laden dazu ein, eine Partie Boule zu spielen; die grosse Linde spendet im Sommer Schatten für den Mittagstisch; an der Feuerstelle wird nicht nur am 1. August ein Feuer entfacht;... Neben diesen Freizeitaktivitäten ist die Wohngasse auch Erschliessungsraum für alle Wohnungen. Fahrräder werden direkt beim Eingang abgestellt. Für Kinderwagen sind separate Bereiche ausgewiesen. Die Waschküchen befinden sich direkt neben der geräumigen Eingangshalle im Erdgeschoss und fördern den Kontakt unter den Nachbarn. Diese funktionale Anbindung der Wohnungen an die Inneren Wohngasse befreit die gegenüberliegende Wohnseite von Zugängen und Wegen aller Art. Ein ruhiger gartenartiger Grünraum bildet da den Gegenpol zum lebhaften Siedlungsplatz. Wohn- und Schlafräume sind auf diese Gebäudeseite hin ausgerichtet.

 

 

 

 Äussere Grünräume


 

Innere Wohngasse


 

"dihei" - Auszug aus dem Jurybericht


«dihei» in der vorstädtischen, der ständigen Verdichtung unterworfenen Szenerie von Affoltern bedeutet ein Leben in Gemeinschaft am halböffentlichen Raum einer «Wohngasse». Als Interpretation des zukünftigen genossenschaftlichen Lebens wird hier ein halböffentlicher, halbprivater, halbgeschlossener und halboffener Innenraum entwickelt, der in fünf verschiedenen Ausprägungen und Grössen die sehr unterschiedlichen Baufelder 5.1, 5.2, 6 und 7 mit einer Grundidee bespielt, ohne dabei formal ein Muster künstlich über das Ganze zu ziehen. Nordwest und Südost orientierte Zeilentypen mit vornehmlich durchgesteckten Wohnungen schliessen sich jeweils zur Wehntalerstrasse und zur In Böden mit einem schmalen Gebäudeflügel zusammen. So entstehen klare Strassenbezüge sowie Adressen zum öffentlichen Raum, und das Leben der inneren Gemeinschaft wird gestärkt. Dieses Innere ist die sogenannte Wohngasse, zu der unabhängig von Himmelsrichtungen alle privaten Aussenräume und Küchen orientiert sind, sodass hier glaubhaft das Leben in einer neuartigen, genossenschaftlichen Gemeinschaft stattfinden kann. Auf der Zeilenrückseite ist der Raum zur nächst benachbarten Bebauung als «Gartenhof» mit viel Grün ausgebildet. Ein Wohnzimmer mit einem Eck-Erker und die Schlafzimmer sind in diesen ruhigen, privaten Raum mit Blick in die Bäume orientiert. Diese klare Nutzungstrennung und das Verständnis, dass die Positionierung des privaten Aussenraums nicht in erster Linie den Gesetzmässigkeiten einer idealen Belichtung folgt, ist auf den ersten Blick ungewöhnlich. Sie erscheint aber absolut schlüssig, wenn «dihei» bedeutet, sich im städtischen Kontext langsam und immerfort zwischen den Polen eines lebendigen Strassentreibens und einer zurückgezogenen Privatsphäre in unterschiedlichen Schichten bewegen zu können. Daraus leitet sich notwendig ab, die Typologie des Innenhofs neu zu definieren. Das Projekt «dihei» arbeitet mit einer klaren Hierarchisierung der Aussenräume, was im ganzen Projekt sehr konsequent und überzeugend verfolgt wird. 

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